Arbeitgeberkosten berechnen.
Lohnnebenkosten-Rechner für Arbeitgeber: Bruttogehalt eingeben, Arbeitgeberanteile & Umlagen sehen – was ein Mitarbeiter Ihre Firma 2026 wirklich kostet.
Ihre Arbeitgeberkosten im Überblick
ARBEITGEBERKOSTEN-RECHNER 2026
Vom Bruttogehalt zum Arbeitgeberbrutto
Monatliches Bruttogehalt eingeben – Umlagesätze können Sie an Ihre Krankenkasse anpassen.
Enthalten: Rentenversicherung 9,3 %, Krankenversicherung 7,3 % + ½ Zusatzbeitrag (Ø 1,45 %), Pflegeversicherung 1,8 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Insolvenzgeldumlage U3 0,15 %. Nicht enthalten: Berufsgenossenschaft (branchenabhängig), Sachsen-Sonderregel PV.
Unverbindliche Schätzung, Stand 2026, alle Angaben ohne Gewähr. Beiträge bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen; U1/U2 variieren je Krankenkasse und Erstattungssatz. Lohnhelden berechnet Ihre Personalkosten exakt – in jeder Abrechnung, automatisch.
Woraus bestehen die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber?
Zum vereinbarten Bruttogehalt zahlen Sie als Arbeitgeber eigene Beiträge zur Sozialversicherung – zusätzlich zu den Anteilen, die der Mitarbeiter von seinem Brutto abführt. Die vier großen Blöcke: Rentenversicherung (9,3 % Arbeitgeberanteil), Krankenversicherung (7,3 % plus die Hälfte des kassenindividuellen Zusatzbeitrags), Pflegeversicherung (1,8 %) und Arbeitslosenversicherung (1,3 %). Beiträge fallen jeweils bis zur Beitragsbemessungsgrenze an.
Dazu kommen die Umlagen: U1 erstattet Ihnen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Pflicht für Betriebe bis 30 Mitarbeitende, Satz je nach Kasse und gewähltem Erstattungssatz), U2 finanziert Mutterschaftsleistungen (alle Betriebe), und die Insolvenzgeldumlage U3 (0,15 %) sichert Löhne bei Insolvenz. Branchenabhängig kommt der Beitrag zur Berufsgenossenschaft (gesetzliche Unfallversicherung) hinzu – im Baugewerbe außerdem SOKA-Bau-Beiträge.
Die einzelnen Beitragssätze im Detail
Rentenversicherung – 9,3 %
Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt insgesamt bei 18,6 % des Bruttolohns und wird hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Auf Sie als Arbeitgeber entfallen 9,3 %, berechnet bis zur jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze.
Arbeitslosenversicherung – 1,3 %
Auch hier gilt eine hälftige Teilung des Gesamtbeitrags. Der Arbeitgeberanteil beträgt 1,3 % des Bruttogehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Krankenversicherung – 7,3 % + halber Zusatzbeitrag
Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei 14,6 %, hälftig geteilt – macht 7,3 % Arbeitgeberanteil. Hinzu kommt die Hälfte des kassenindividuellen Zusatzbeitrags, der je nach Krankenkasse unterschiedlich ausfällt.
Pflegeversicherung – 1,8 %
Die Pflegeversicherung wird ebenfalls anteilig getragen; der Arbeitgeberanteil liegt bei 1,8 %. Für kinderlose Arbeitnehmer über 23 Jahre zahlt der Arbeitnehmer einen Zuschlag, der den Arbeitgeberanteil nicht erhöht.
Umlagen U1, U2 und U3 im Überblick
U1 – Entgeltfortzahlung
Pflicht für Betriebe mit in der Regel bis zu 30 Beschäftigten. Erstattet einen Teil der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Der Satz variiert je nach Krankenkasse und gewähltem Erstattungssatz, üblich sind Werte um 1,6 %.
U2 – Mutterschaft
Gilt für alle Betriebe unabhängig von der Größe und erstattet Aufwendungen für Mutterschutzlohn und Zuschüsse. Üblicher Satz liegt bei rund 0,4 %, ebenfalls kassenabhängig.
U3 – Insolvenzgeld
Die Insolvenzgeldumlage sichert Löhne, falls der Arbeitgeber insolvent wird. Sie beträgt bundeseinheitlich 0,15 % und wird von allen Betrieben unabhängig von der Größe gezahlt.
Beispielrechnung: 3.500 € Bruttogehalt
Bei einem Bruttogehalt von 3.500 € im Monat ergeben sich beispielhaft folgende Arbeitgeberanteile: Rentenversicherung 9,3 % = 325,50 €, Krankenversicherung inklusive halbem Zusatzbeitrag rund 8,75 % = 306,25 €, Pflegeversicherung 1,8 % = 63,00 €, Arbeitslosenversicherung 1,3 % = 45,50 €. Zusammen mit den Umlagen U1–U3 von etwa 75,25 € ergibt das ein Arbeitgeberbrutto von rund 4.315,50 € im Monat – Sie zahlen also gut 23 % mehr, als auf dem Gehaltszettel des Mitarbeiters steht. Probieren Sie eigene Werte direkt im Rechner oben aus.
Minijobber kosten anders
Bei geringfügig Beschäftigten zahlen Sie pauschal ca. 31 % zusätzlich (Pauschal-RV, Pauschal-KV, Steuer, Umlagen) – Details im Ratgeber geringfügige Beschäftigung.
Azubis & Gleitzone
Für Auszubildende und Beschäftigte im Übergangsbereich gelten Besonderheiten bei den Beiträgen – wir rechnen jede Konstellation korrekt ab.
Einmalzahlungen
Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhöhen die Nebenkosten anteilig – auch dafür gelten die Beitragsbemessungsgrenzen. Mehr zu Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld.
Personalkosten-Planung ohne Excel-Chaos
Beitragssätze, Umlagen und Bemessungsgrenzen ändern sich jedes Jahr. Lohnhelden übernimmt die komplette Berechnung Ihrer Personalkosten – aktuell, korrekt und ohne eigenen Aufwand.
Personalkosten-Planung: So kalkulieren Sie richtig
Für eine belastbare Personalkosten-Planung reicht der reine Blick aufs Bruttogehalt nicht aus. Wer neue Stellen budgetiert, Angebote kalkuliert oder das Jahresbudget plant, sollte grundsätzlich mit dem Arbeitgeberbrutto rechnen – also inklusive aller Arbeitgeberanteile und Umlagen.
- Faustregel ansetzen: Rechnen Sie mit rund 20 bis 22 % zusätzlich zum vereinbarten Bruttogehalt, um die tatsächlichen Kosten realistisch abzubilden.
- Einmalkosten mitdenken: Bei Neueinstellungen kommen oft zusätzliche Posten hinzu – etwa für Ausstattung, Einarbeitung oder Recruiting –, die zu den laufenden Lohnnebenkosten addiert werden und in einer sauberen Planung nicht fehlen sollten.
- Vor der Ausschreibung rechnen: Bevor Sie eine neue Stelle ausschreiben oder ein Gehaltsangebot verhandeln, rechnen Sie das gewünschte Bruttogehalt zunächst mit dem Rechner oben auf das Arbeitgeberbrutto hoch.
- Budgetlücken vermeiden: So verhindern Sie, dass Personalkosten im laufenden Jahr aus dem Budget laufen, nur weil die Lohnnebenkosten unterschätzt wurden.
- Mehrere Stellen addieren: Wer mehrere Mitarbeitende gleichzeitig plant, addiert die einzelnen Arbeitgeberbrutto-Werte – und erhält so eine realistische Grundlage für Preiskalkulationen, Angebote oder die Liquiditätsplanung des gesamten Jahres.
Diese Faustregel ersetzt keine exakte Abrechnung, ist aber für die erste Budgetrunde ausreichend genau: Weichen die tatsächlichen Umlagesätze Ihrer Krankenkasse stark vom Durchschnitt ab, liefert der Rechner oben mit Ihren eigenen Werten ein präziseres Bild als jede pauschale Prozentangabe.
Arbeitgeberkosten-Tabelle 2026: Brutto und was es Sie wirklich kostet
Mit Standard-Umlagesätzen (U1 1,6 %, U2 0,4 %, U3 0,15 %) ergeben sich diese Gesamtkosten:
| Bruttogehalt / Monat | SV-Arbeitgeberanteile | Umlagen U1–U3 | Arbeitgeberbrutto / Monat | Kosten / Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 2.500 € | 528,75 € | 53,75 € | 3.082,50 € | 36.990 € |
| 3.000 € | 634,50 € | 64,50 € | 3.699,00 € | 44.388 € |
| 3.500 € | 740,25 € | 75,25 € | 4.315,50 € | 51.786 € |
| 4.000 € | 846,00 € | 86,00 € | 4.932,00 € | 59.184 € |
| 4.500 € | 951,75 € | 96,75 € | 5.548,50 € | 66.582 € |
| 5.000 € | 1.057,50 € | 107,50 € | 6.165,00 € | 73.980 € |
| 6.000 € | 1.263,56 € | 129,00 € | 7.392,56 € | 88.711 € |
Ab ca. 5.813 € greift die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken-/Pflegeversicherung – deshalb steigen die Kosten bei 6.000 € unterproportional. Werte gerundet, ohne Berufsgenossenschaft.
Personalkosten im Blick behalten – automatisch
Der Rechner liefert eine Orientierung. In der Praxis ändern sich Zusatzbeiträge, Umlagesätze und Bemessungsgrenzen jedes Jahr – und jede Gehaltserhöhung, Einmalzahlung oder neue Einstellung verschiebt Ihre Personalkosten. Als Lohnhelden-Kunde bekommen Sie mit jeder Abrechnung die Chefübersicht Personalkosten mitgeliefert und sehen mit der Controlling-Option jederzeit, was Ihr Team wirklich kostet – ohne selbst zu rechnen.
Was zusätzlich zu den Lohnnebenkosten anfällt
Der Rechner oben bildet die gesetzlichen Sozialversicherungsanteile und die klassischen Umlagen ab. Für eine vollständige Personalkosten-Rechnung gehören darüber hinaus branchenabhängige Posten dazu: Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft richtet sich nach Gefahrenklasse und Bruttolohnsumme und wird jährlich abgerechnet. Im Baugewerbe kommen zusätzlich Beiträge zu SOKA-Bau hinzu, die Urlaubs- und Berufsbildungsansprüche der Branche finanzieren – mehr dazu auf unserer Seite Baulohnabrechnung. Auch indirekte Kosten wie Arbeitsplatzausstattung, Fortbildung oder Fahrzeugkosten gehören in eine vollständige Kalkulation, auch wenn sie nicht Teil der klassischen Lohnnebenkosten sind.
Beitragsbemessungsgrenzen beachten
Oberhalb bestimmter Bruttogrenzen werden keine weiteren Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Bei höheren Gehältern steigen die prozentualen Lohnnebenkosten deshalb unterproportional.
Jährliche Änderungen einplanen
Beitragssätze, Bemessungsgrenzen und der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung ändern sich in aller Regel zum Jahreswechsel. Wer Personalkosten mehrjährig plant, sollte diese Dynamik einkalkulieren.
Personalkosten exakt statt geschätzt – ab 8,90 € pro Abrechnung
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Häufige Fragen zu Arbeitgeberkosten & Lohnnebenkosten
Wie viel Prozent Lohnnebenkosten zahlt der Arbeitgeber?
Was kostet ein Mitarbeiter mit 4.000 € brutto?
Was ist das „Arbeitgeberbrutto"?
Zählen auch Urlaub und Krankheit zu den Personalkosten?
Wo sehe ich meine tatsächlichen Personalkosten?
Ist die Berufsgenossenschaft im Rechner enthalten?
Was kostet ein Minijobber den Arbeitgeber?
Ändern sich die Beitragssätze jedes Jahr?
Was unsere Kunden sagen
Google-Bewertung 4,8/5 · basierend auf 23 Rezensionen
„Absolut empfehlenswert! Die Betreuung ist professionell, zuverlässig und immer auf Augenhöhe. Egal ob komplexe Abrechnungen oder kurzfristige Anliegen – das Team findet immer eine Lösung."
Nord Werk GbR, J. u. W. Klaus„Wir arbeiten seit fast 5 Jahren mit den Lohnhelden zusammen und sind mit der Lohnabrechnung und dem Portal-Zugriff sehr zufrieden. Fragen werden immer umgehend beantwortet."
D. PW„Fazit … besser geht es nicht. Die Kommunikation ist professionell und sehr freundlich, bei komplizierten Sachverhalten wird man schnell und kompetent unterstützt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt ebenfalls."
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